» Tot geredet - Neues aus der Politik

So langsam tut sich was bezüglich der BESTECHUNGsvorwürfe gegen Polikter. Die Staatsanwaltschaft hat in Sachen VW Ermittlungen aufgenommen, der Spiegel hat zum ersten Mal das Wort “Bestechung” auf’s virtuelle Papier gebracht und die Parteispitzen wollen die Gesetzte verschärfen. Innerhalb der CDU soll laut Spiegel ein Politiker künftig “mit einem Ordnungsgeld in Höhe der fraglichen Einkünfte bestraft werden”. Oh ho, das wird ja richtig weh tun. In anderen Ländern wandert man für sowas in den Knast oder wird erschossen. Das sind doch mal echte Alternativen über die es nachzudenken lohnt.

» Was muffelt denn da? - Industriezahlungen an Politiker

Wie heißt es heute so schön in einem Online-Artikel des Spiegel:

Politiker mussten für VW-Gehalt nicht arbeiten

Zuletzt war der Druck immer größer geworden - nun hat VW die Vermutungen bestätigt: Der Konzern hat Angestellten, die in die Politik wechselten, seit 1990 das Gehalt weitergezahlt. Gegenleistungen mussten die Parlamentarier nicht dafür erbringen. In Zukunft, gelobt VW, soll Ähnliches nicht mehr vorkommen.

Da werden also Gehälter ohne erbrachte Leistung gezahlt. Sicher. Die Firmen haben ja was zu verschenken. Vor allem heute, wo es den meisten Firmen ja richtig gut geht und die Verkäufe quasi explodieren. Überhaupt steht das ja völlig im Einklang mit den Grundregeln moderner Betriebswirtschaft.

Keine Aussage des letzten Absatzes ist wahr. Keine Firma gibt wohl Gelder in solcher Höhe aus, ohne sich einen positiven Effekt dabei zu erhoffen. Bei jedem Anderen wäre das Verdacht auf Bestechung und die Ermittlungsbehörden würden schon vor der Tür stehen! Aber wer ermittelt denn eigentlich gegen unseren Politkern und die beteiligten Firmen? Und warum wird zwar über diese Fakten in der Presse berichtet aber niemand - noch nicht mal der Spiegel - benutzt irgendwo dieses böse Wort BESTECHUNG?

» The day after the day after - Guildwars Beta-Fazit

Es ist Sonntag Abend, das Guildwars-Betawochenende neigt sich nach 2 Tagen Testen dem Ende und für mich ist es Zeit ein Fazit zu ziehen. Um es kurz zu machen: Keine andere MMORPG-Beta, die ich bisher spielen durfte (World of Warcraft, Everquest 2) hat den Titel “Beta” mehr verdient als Guildwars. So oft wie in den letzen zwei Tagen habe ich meinen Rechner im gesamten Jahr 2004 nicht rebootet. Guildwars-Abstürze wurden teilweise im Sekundentakt präsentiert. Hier war jegliche Ausprägung vertreten, vom einfachen Programmabsturz über Bluescreen bis hin zu Datenverlust auf der Festplatte. Ich bin dankbar, dass mein Rechner es trotzdem überlebt hat.

Jeder Absturz generiert eine Logdatei, die per Mail automatisch an Arenanet gesendet wird. Das passierte in den letzten zwei Tagen scheinbar so häufig, dass ich heute Abend zum Ende der Beta vom Mailserver die Nachricht erhielt, dass bei “[email protected]” kein Platz mehr in der Mailbox ist. Der arme Jim wird am Montag wohl Doppelschicht schieben müssen. Da ich nicht glaube, das meine Abstürze alleine für das Überlaufen seiner Mailbox verantwortlich sind, vermute ich mal, dasse es anderen Testern wohl genauso geht wie mir.

Aber nun zum Spiel. Da das Spiel in üblicherweise dann abschmierte, wenn die Grafikenginge besonders viele Effekte darzustellen hatte und dies meistens im Kampf passierte, habe ich eher den pazifistischen Weg gewählt und mich auf das Erforschen der Gegend konzentriert. Es gelang mir auf Grund der Abstürze lediglich ein Quest zu vollenden. Das zweite Quest habe ich ungefähr 40 mal angefangen und kam auch schon recht weit - aber eben nicht weit genug. Die Abstürze haben mir jedes mal einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Da bei Guildwars alle Spieler weltweit auf einem Server spielen, mussten sich die Jungs von Arenanet was einfallen lassen, damit die Welt nicht überbevölkert wirkt. Das ist ihnen für meinen Geschmack zu gut gelungen. Es gibt Städte und Handelsposten, die zum Teil erst entdeckt werden müssen, in denen man sich mit anderen Spielern treffen kann. Zu jedem dieser Punkte kann man zu jeder Zeit des Spiels direkt über eine Übersichtskarte hinreisen. Das erspart einem das lästige stundenlange rumgerenne, ist allerdings nicht sehr stimmig. In anderen Spielen fliegt man mit Drachen oder fährt mit Schiffen, hier wird man scheinbar gebeamt! Na ja, so weit so mittelmäßig.

Sobald man eine Stadt verlässt und sich in die Welt begibt, ist man ganz alleine mit seiner Gruppe. Für jede Gruppe wird eine eigene Instanz der Gegend erstellt. Somit wird man ausserhalb der Stadtmauern keinem anderen Spieler begegnen. Das ist einerseits toll, da sich das Problem des “Kill-Stealings”, also das Stehlen der Erfahrungspunkte durch andere Spieler, von selbst erübrigt. Andererseits ist das aber auch irgendwie langweilig, passt aber irgendwie zur mittelalterlich-endzeitmäßigen Stimmung. Man fragt sich aber schon, ob man dann überhaupt ein Massivley-Multiplayer-Spiel braucht.

Die Landschaften sehen alle sehr nett aus aaaber: Im Gegensatz zu anderen MMORPG-Spielen sind die Wege durch die Landschaft fast ausnahmslos vorgegeben. Ich kann z.B. gar nicht von einem Felsen fallen, da mich das Programm gar nicht über die Kante lässt. Selbst mehr oder weniger steile Abhänge kann ich so nicht meistern. Schnell wird einem klar, dass das gesamte Leveldesign ohne diesen Mechanismus gar nicht funktionieren würde, da die Monster den Feind oftmals aus einer bestimmten Richtung erwarten. Das finde ich ziemlich mau und den größten Kritikpunkt am ganzen Spiel. Von Freiheit kann hier nicht die Rede sein. Man hat einfach nicht das Gefühl in einer “Welt” zu sein, sondern eher in einem Irrgarten. Dazu kommt dann noch das teilweise recht schlechte Leveldesign. Wenn ich schon solche imaginären Wege und Begrenzungen habe, dann will ich die auch “sehen”. Leider ist es hier keine Seltenheit, dass man zum Beispiel einen Fluss entlang läuft, der sich noch weiter in die Ferne erstreckt, um auf einmal an einer unsichtbaren Wand kleben zu bleiben und nicht mehr weiterlaufen zu können. Das habe ich in anderen Spielen aber schon besser gesehen.

Das GUI ist ein weiterer Kritikpunkt. Der “Schwanzvergleichs-Faktor” ist fast nicht vorhanden. Wo sind die coolen Statistiken für meine Waffen? Wo kann ich auf einen Blick sehen, wieviel Schaden ich austeile, wieviel Hitpoints ich habe und wie hoch meine Rüstungsklasse ist? Hey Diablomacher, das war doch das coolste an dem guten alten Diablo überhaupt, dass man Waffen mit coolen Statistikwerten gefunden hat und gleich sehen konnte, ob die höhere Charakterwerte erzeugten als die alte Ausrüstung. Auch die zu klein geratene Iventory-Grafik trägt nicht gerade dazu bei, sich seinen Charakter gerne anzuschauen. Obwohl die Umgebungsgrafik je nach Gebiet recht farbenfroh wirkt, hat man bei den Ausrüstungsgegenständen das Gefühl sich im Schwarz-Weiss-Modus zu befinden. Schade schade.

Sicherlich hat das Spiel auch seine guten Seiten. So ist die Idee, sich neue Fähigkeiten beim Feind abzugucken ziemlich genial. Leider konnte ich das nicht ausprobieren. Auch der Gilden-Schwerpunkt ist ein grosses Plus. Kein anderes Spiel, das zur Zeit auf dem Markt ist wird im Teamplay jemals diese Dichte erhalten. Auch ein Plus: Trotz der vielen Abstürze habe ich die Ausrüstung, die ich direkt vor dem Crash gefunden habe nach dem Neustart wieder im Inventory gehabt. Das lässt allerdings vermuten, dass der Charakter, genauso wie die eigentliche Level-Instanz nicht auf dem Server liegt, sondern lokal vom Programm erzeugt und verwaltet wird. Was das in Bezug auf das Cheaten bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen.

Das Problem mit den Abstürzen bekommt Arenanet mit Sicherheit noch in den Griff. Dazu ist das Spiel ja noch eine Beta. Die GUI bedarf einer dringenden Aufwertung auch wenn ich nicht glaube, dass die zu klein geratenen Iventory-Grafiken zum jetzigen Zeitpunkt noch ausgetauscht werden. Dafür ist es wohl zu spät. Zu spät ist es auch für das Leveldesign. Sicherlich kann man hier und dort die Levels optisch noch aufbessern und klarer gestalten aber der Labyrinth-Faktor bleibt. Der letzte Punkt ist dann für mich auch der Knock Out. Selbst bei Diablo ging das besser und der zweite Teil dieses Schinkens hat immerhin schon 4 Jahre auf dem Buckel. Und so heisst es wieder einmal: Warten auf World of Warcraft.

» Ich bin drin - Die Guildwars Beta

Seit ungefähr 24 Stunden bin ich der treueste Fan von Guildwars, einem MMORPG (Massivley Multiplayer Online Roleplaying Game), dass zur Zeit noch in der Entwicklung steckt. Für viele mag das nun folgende nicht ganz nachvollziehbar sein, aber

ICH BIN DRIN

Voll drin, voll druff

Ich meine, ich bin im Betatest. Das rockt total. Ehrlich ;) Ich freue mich wie ein Schneekönig. Da man die Beta nur an diesem Wochenende spielen kann, melde ich mich hiermit für den Rest der Woche ab. Für alle die immer noch nicht so ganz wissen wovon ich hier rede mal eine kurze Zusammenfassung.

Guildwars lässt sich am Besten mit “Diablo 3D goes massively Multiplayer” beschreiben. Und das gleich aus mehreren Gründen. Guildwars ist, wie zur Zeit eine ganze Menge andere in der Entwicklung befindlichen Spiele auch, ein MMORPG. HALT!, nicht gleich umschalten, bloß weil mit diesem Begriff wird oftmals “laufende Kosten” in Form von Monatsbeiträgen assoziiert werden. Dem ist hier nicht so. Man bezahlt einmal das Programm und ab dann kann man sich ohne weitere Kosten auf den öffentlichen Server einloggen. Genauso wie bei Blizzards Battlenet. Diese Parallele kommt nicht von ungefähr, denn Guildwars wurde von 3 Ex-Blizzard-Leuten entworfen, die auch maßgeblich an der Battlenet Entwicklung beteiligt waren. Drum heißt es dann hier “Arenanet”. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Der größte Vorteil gegenüber den meisten anderen MMORPG-Vertretern: ALLE Spieler sind auf dem selben Server. Es kann also nicht vorkommen, dass man nicht mit seinem neuen Lieblings-Besten-Freund zusammen spielen kann nur weil man am Anfang seiner Karierre den falschen Server als Domizil für seinen Charakter gewählt hat.

Grafisch ist es ungefähr so bunt wie WOW, die Figuren- und Landschaftsdarstellungen sind aber eher realistisch wie bei Everquest 2. Die Detailiertheit der Grafikengine dürfte irgendwo zwischen den beiden anderen Spielen angesetzt sein.

Voll das Gemetzel, ehy

Das Spielkonzept scheint etwas variabler zu sein als bei einem klassischen MMORPG. Denn wie der Titel schon vermuten lässt, wird der Gruppengedanke hier GROSS geschrieben. Neben dem üblichen Monsterschlachten und Items einsammeln können sich auch die Gilden untereinander angreifen und das selbst dann wenn gar keiner von der gegnerischen Gilde eingeloggt ist. Dann kann man in Ruhe deren Gildenhaus einäschern. He he.

Die Preview-Movies, die ich gesehen hatte, sahen hervorragend aus. Hier mal ein Link zur Übersichtsseite . Beispielhaft sei hier mal das “GW-Combat-Video” genannt. Weitere Informationen gibt es unter http://guildwars.onlinewelten.com.

» “The Oracle” plugin

To reach more readers the following post is in english (Um mehr Leser zu erreichen, ist der folgende Beitrag in englisch).

I hacked a new wordpress plugin called “The Oracle” randomizing every option in the Wordpress options table in your database out of a set of possible values you can configure. By this e.g. you can randomize the blog description as shown at the very top of this page. After every reload a different description will be shown. The plugin can be downloaded here. Installation is as all usual Wordpress plugins. Just decompress the file into your wordpress wp-content folder and activate it in the admin plugin control panel. Configuration of the plugin can be done from the admin plugin control panel.

I may rework the plugin configuration and support the extensible admin pages introduced with Wordpress 1.5 if there are enough guys who want to have this.

For the curious: A complete list of plugins running this blog can be found here.