» Das Leben ist…

…eine Aneinanderreihung von Wiederholungen. Nach dem letztes Jahr Jess und ich umgezogen sind und das Jahr davor Pierre seine Außenstelle in Gaualgesheim eröffnet hat, ist nun Schorsch dran, sich räumlich zu verändern.

Schorsch und die lange Leitung

Dazu bedarf es aber wie immer einiger Vorarbeit in Form von Renovierung. Zusammen mit Kollegen hatte er unter der Woche schon losgelegt, nun ging es aber mit den offiziellen Terminen in die heiße Phase. Heute war “Streichen I” angesagt. Dazu haben sich auch noch Pierre und Tanja und außerdem die gute alte “Frau Konrad” eingefunden. Wer hätte das gedacht!? Die kurzen Haare und der Doktorkittel stehen ihm allerdings viel besser als die langen Haare aus dem Studium. Nur das Hackebeil wirkt etwas befremdlich…

Unser Metzger Dr. Konrad

» Umzugs-Quickie - Auf nach Kiedrich

Stell dir vor du wachst auf und es ist Umzug. Das kann einen schon mal aus der Bahn werfen. Okay, ganz so unerwartet kam dieser Tag dann doch nicht. Wie das bei Familie Weber so üblich, wird natürlich alles auf den letzten Drücker erledigt. Bis zum Abholen des Mietwagens an diesem Morgen wissen wir immer noch nicht, wie groß der eigentlich sein wird. Geordert haben wir zwar einen 15 Kubikmeter-Transporter, beim Buchbinder in Mainz sind aber nur die 11 Kubikmeter-Transporter angemeldet. Das muß man nicht verstehen. Das Einpacken der Klamotten und Abbauen der alten Möbel erledigen wir den Abend vorher im Eilverfahren. Zum Glück sind unsere Mitbewohner scheinbar über Nacht weg, so dass wir von ihnen auch nicht gestört werden als wir um kurz nach 23 Uhr noch geräuschvoll Schränke demontieren. Klappern gehört zwar bekanntlich zum Handwerk, kann aber auch nicht verhindern, dass wir nicht fertig werden. Vielleicht hätte man doch schon, sagen wir mal, zwei Stunden früher mit Abbauen anfangen sollen.

So wohnlich könnte ihr Schlafzimmer aussehen...

Der Umzugs-Morgen beginnt dementsprechend früh. Um sechs ist die Nacht zu Ende. Aufstehen, weiter packen, schon mal was ins Auto schmeissen, nach Kiedrich fahren, ausladen, zur Bank fahren und für alle Fälle Bargeld holen, zum Buchbinder, den Mietwagen abholen, wieder nach Mittelheim und dann endlich anfangen mit einladen. Für neun Uhr sind eine sorgfältig, handselektierte Anzahl Leute mit dem Privileg bedacht worden uns zu helfen. Es wären vermutlich auch noch mehr geworden, wenn der Rest nicht gerade Urlaub auf Balkonien gemacht, sich das Gehirn gezerrt oder die Pauschalreise zum Mars angetreten hätte.

Pünktlich um 9:30 trudelt dann auch der Erste ein, während die anderen sich noch ein wenig in ihren pfadfinderischen Fähigkeiten üben. *grummel*. Das fängt ja gut an. Ein Zeichen! Wo bleiben die dunklen Wolken, das Grummeln, der biblische Regen? Vielleicht doch besser die Arche Noah beim Buchbinder geordert? Es soll aber auch Tage geben, an denen nicht alles schief läuft. Dies ist so einer. Nach diesen anfänglichen Startschwierigkeiten geht der Rest zwar nicht ohne Anstrengung aber reibungslos über die Bühne.

Georg leistet beim Beladen des Transporters ganze Arbeit so dass nur wenige Kubikzentimeter frei bleiben. Die Tür geht gerade noch zu. Waren wir mit Georg, Pierre und Tanja beim Einladen noch ein wenig unterbesetzt, wird es in Kiedrich besser. Dort warten schon meine Eltern, und mein Bruder mit Freundin. Jess übernimmt die Rolle des Regisseurs. In dieser Position ist sie natürlich fein raus, da sie eigentlich nur noch mit den Armen wedeln muss.

Ein Berg voll Chaos

Die Mudder stellt neben ihrer Arbeitskraft auch gleich noch die Verpflegung bereit. Es gibt kalte Schnitzel, Mexiko-Salat und Fladenbrot. Lecker. Während wir alle nach dem Ausladen der ersten Befüllung im Wohnzimmer uns die Bäuche vollschlagen, ist der Vadder voller Begeisterung schon im Schlafzimmer am Schränke aufbauen und auch nicht davon wegzubekommen. Und Gott ist mein Zeuge, wir haben es wirklich versucht!

Mit der zweiten Ladung räumen wir Jess’ Zeug aus der Garage meiner Eltern. Das stand da schon seit Ende April, als wir ihre alte Wohnung geräumt hatten. Man glaubt ja gar nicht wieviele grosse Spinnen sich auf so einer Couch breit machen können… aber ich schweife ab. Die Hoffnung meiner Eltern, die Garage nach dem Umzug wieder für solch banale Dinge wie etwa “Auto abstellen” zu benutzen werden zunichte gemacht, als Jess und ich ihnen erzählen, dass wir den Sperrmüll erstmal drinne lassen werden und sich dazu auch noch der Sperrmüll aus meiner alten Wohnung gesellen wird. *dummdiedumm*

Auch nach dieser Fuhre wird schnell noch mal Essen eingefahren. Sagte ich es schon? Lecker. Die dritte Tour wird dann wieder aus Mittelheim geladen. Dort stehen eigentlich nur noch sperrige Sachen rum. Die Wohnung macht nun schon einen recht leeren Eindruck. Pierre sieht sich veranlasst, mit mir eine Wette einzugehen. Er ist der Meinung, dass das alles nicht in den Lieferwagen passt. Ich halte beim Einsatz von der Bezahlung eines Monats Onlinespiel des Gewinners Wahl dagegen. Es wird wieder meines Erwartens verdammt knapp. Aber irgendwie schaffen wir es doch. Weil Pierre ein alter Wortklauber ist und wir zur Sicherheit so empfindliche Dinge wie das TFT-Display bei ihm im Corsa verladen haben, ist er der Meinung die Wette gewonnen zu haben. Nach ein wenig Diskutiererei beschliessen wir beide, die Wette zu annulieren. Das ist dann wohl die Salomonische Lösung.

Nachdem mein Bruder und seine Freundin schon früh weg sind, machen dann um 17 Uhr auch Georg, Pierre und Tanja den Abflug, nicht ohne zuvor die Möbel und Klamotten alle auszuladen und schnell noch einen Happen zu Essen. Hmm, lecker! Das ganze Gerümpel beansprucht nun einen Grossteil des Gästezimmers und der Küche. Das Schlafzimmer sieht dank des Einsatzes vom Vadder schon richtig fluschig aus. Wohnzimmer und Flur befinden sich dagegen noch in der Wiederaufbauphase. Das Arbeitszimmer ist noch gänzlich unerschlossen. Hier wartet noch viel Arbeit. Eins hat die Wohnung meiner letzten jetzt schon voraus: Im Bad hängen schon zum ersten Tag Spiegel, Hängeschränke und Licht. Meine alte Wohnung hatte dazu 3 Jahre benötigt.

...oder so könnte ihr Schlafzimmer aussehen

» Voll vollgemalt - Kreativität in der neuen Wohnung

Seit 01.09. haben wir nun die Wohnung. Nach dem anfänglichen Schock, evtl. doch sämtliche Räume wegen schlechtem Gesamtzustand anstreichen zu müssen, gibt es schon gleich am ersten Tag nach dem Inspizieren der Wohnung Entwarnung. Unsere Vormieter waren so nett und haben uns Farbreste zukommen lassen, mit denen wir die schlechten Stellen makellos ausbessern können Leider sind die Farbreste in unbeschrifteten Gläsern, was bei 5 unterschiedlichen Gelbtönungen erstmal in “Testpunktieren” ausartet.

Macht Spass?

Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Gästezimmer können somit beim Renovieren mit Hilfe der Reste “verpfuscht” werden. Bleiben nur noch Flur und Arbeitszimmer zur Renovierung übrig. Bad und Gäste-WC sind sowieso bis unter die Decke gefliest. Für das Arbeitszimmer entscheiden wir uns, den alten gelben Grundton beizubehalten und ihn nur mit Orange in Schwammtechnik von unten nach oben “ausfaden” zu lassen (wie heißt sowas denn in Reindeutsch?).

Schwester, Tupfer bitte

Der Flur wird etwas aufwendiger. Der alte Gelbton wird in der oberen Hälte mit reinem Weiss überstrichen. Die untere Hälfte wird grasgrün. Den Übergang bilden variabel hohe Tropfen. Das kann man sich nicht wirklich vorstellen, deswegen hier auch gleich noch ein Bild. Da uns unterwegs die Farbe auszugehen scheint wird Jess schnell noch mal einkaufen geschickt. Außer Farbe fehlen auch noch ein paar andere Kleinigkeiten wie zum Beispiel das Mittagessen. Übrigens, wenn jemand demnächst mal größere Innenraum-Flächen in grasgrün streichen möchte, soll er sich doch einfach bei uns melden.

Der Abspann...

Vielen Dank an Tanja für das unermüdliche Tupfen des Arbeitszimmers, Alex, die trotz dickem Bauch (ist wohl doch keine Scheinschwangerschaft ;) ) Tropfen mit grüner Farbe gefüllt hat, Pierre für das grossflächige Rollern des Flurs und der Gestaltung des Kinderprogramms, Pecko für 1000 und einen Job, den außer ihm sowieso keiner machen wollte und Terri-Lana, weil sie ein kleiner Sonnenschein ist.

Der Abspann...

» Smorebrod smorebrod brömm brömm brömm brömm - Die neue Küche

September wird umgezogen - und damit meine ich nicht nur die Klamotten. Da in der neuen Wohnung keine Küche ist, muss also wieder mal was Neues her. Die alte war ja nun auch schon in die Jahre gekommen. Fünf um genau zu sein. Ein wahrhaft biblisches Alter für so eine Küche. Wenn ich Glück habe, bekomme ich sogar noch ein paar Öcken, obwohl der Kühl/Gefrierschrank z.Z. defekt ist. Ich sags ja, fünf Jahre eben. Da kann auch schon mal ein Kühlschrank kaputt gehen. Wieso eigentlich nur der Kühlschrank? Wäre es nicht auch bei der Spülmaschine mal langsam an der Zeit den Hut zu nehmen?

Aber ich schweife ab. Eigentlich wollte ich ja von der neuen Küche und nicht von der alten schreiben. Einen grossen Kühlschrank soll sie haben. Und da ich ja nun mit meiner Lieblingshalbamerikanerin zusammen bin muss es natürlich ein amerikanischer grosser Kühlschrank sein. Deshalb waren wir auch heute gleich schon mal gucken. Was soll ich sagen, ich bin verliebt. Und zwar in LG GR-P207GUGA. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass wir Probleme haben werden, den zu füllen.
Mein liebster Kühlschrank
Hier noch ein paar technische Daten vom Hersteller:

  • ****-Gefrierfach
  • Kühl- und Gefrierteil getrennt regelbar
  • FCKW-frei
  • Barfach (Getränke-Entnahme ohne Kühlverlust)
  • Integrierter Eis- und Wasserspender (für Eiswürfel und gecrushtes Eis, Festwasser-Anschluss)
  • Security-Glas-Abstellflächen
  • LCD-Display (akustische Funktionsanzeige)
  • Bioshield+Biosilver (Türdichtung und Innenraum antibakteriell wirksam)
  • Ice Beam Door Cooling (schnelle, gleichmäßige Kühlung)
  • Magic Crisper (für längere Frische des Kühlgutes)
  • No-Frost
  • Schnellgefrier-Option
  • Maxi-Türfächer im Kühl- und Gefrierteil (geeignet auch für Jumbo-Flaschen 1,5 l)
  • 2 transparente Gemüsefächer
  • 2 transparente Gefriergut-Schubladen
  • Maße (H X B X T ) 175 x 89 x 75,5
  • Gewicht 123 kg
  • Stromverbrauch pro Jahr 542 kW/h
  • Nutzinhalt 538 Liter
  • Nutzinhalt Kühlbereich 362 Liter

Wie soll sie nun aussehen, die neue Küche? Von IKEA soll sie sein. So kann man in ein paar Jahren hoffentlich noch das eine oder andere Teil nachkaufen. Ein grosser Nachteil bei meiner jetzigen Küche. Die war eben billig - und nur das. Hatte ich erwähnt, dass der Kühlschrank schon kaputt ist? Letztes Wochenende konnten wir dann auch schon mal in die neue Wohnung rein, obwohl wir sie ja eigentlich erst zum 1.9. gemietet haben, und die Küche ausmessen. Seitdem sind wir auf dem Papier munter kleine Papp-Rechtecke am rumschieben. Bis zum heutigen Tag. Da habe ich mir dann den IKEA-Küchenplaner installiert. Eine elende, verwanzte Software, die noch den einen oder anderen Versionssprung braucht um endlich richtig gut zu werden. Aber um einen groben Überblick über das Aussehen der “Zukünftigen” zu bekommen, reicht es.

Der Zimmer hohe Doppelschrank auf der Seite mit der Spüle ist übrigens das ungefähre Ausmaß von meinem Liebling LG GR-P207GUGA! Think big!

Küche, linke Seite

Küche, rechte Seite

Küche von oben

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